Dienstleistungen für externe Infrastrukturen
Die SWEG Schienenwege GmbH ist Dienstleister für den Betrieb und die Instandhaltung von Eisenbahnstrecken für Kommunen, Landkreise oder sonstige Eigentümer. So unterstützen wir beispielsweise den Landkreis Konstanz beim Betrieb der Strecke Stahringen – Stockach (Seehäsle).
Für den Betrieb dieser Infrastrukturen halten wir alle relevanten Funktionen vor, wie etwa die Leitstellen mit Fahrdienst- und Zugleitern, bautechnische Fachabteilungen und Bahn- und Signalmeistereien.
Optional übernehmen wir auch die Rolle des Eisenbahnbetriebsleiters (EBL) und organisieren vollumfänglich den gesetzeskonformen Betrieb der Eisenbahninfrastruktur.
Auch die Vergabe, Projektsteuerung und Bauüberwachung von Instandsetzungen (Gleisumbauten, Voll- und Teilerneuerung von Ingenieurbauwerken, Personenverkehrsanlagen, Leit- und Sicherungstechnik etc.) gehört zu unserem Leistungsspektrum. Wir fungieren als Schnittstelle zwischen dem Eigentümer der Eisenbahninfrastruktur und den mit der Instandhaltung beauftragten Planern, Baufirmen und Lieferanten und koordinieren deren Zusammenwirken über alle Projekt- und Leistungsphasen.
Auszüge aus unseren Projekten
Im Oktober 2024 wurde der SWEG Schienenwege GmbH (SSG) die Verantwortung für Planung und Bau der Talgangbahn (Strecke Albstadt-Ebingen – Albstadt-Onstmettingen) übertragen. Es ist vorgesehen, dass die SSG in der Folge zum Infrastrukturbetreiber der Strecke wird. Sie sorgt dafür, dass alle betrieblich notwendigen Systeme funktionieren – von Gleisen und Signalen bis zur Stromversorgung.
Aktuell werden die Pläne für die Infrastruktur der Talgangbahn im Detail ausgearbeitet. Die Strecke wird genau vermessen und es entstehen weitere Gutachten zu Umwelt-, Natur- und Lärmschutz.
Im Jahr 2027 ist mit der Planfeststellung zu rechnen, durch die die SSG das Recht erlangt, auf der Strecke zu bauen. Der Schienenweg und die Bahnübergänge werden dann wieder instandgesetzt, die Talgangbahn wird elektrifiziert und erhält eine neue Signal- und Stellwerkstechnik. Alle Bahnstationen und die drei Kreuzungsbahnhöfe werden barrierefrei ausgebaut und am Endbahnhof Onstmettingen entstehen Abstellmöglichkeiten für pausierende Züge.
Sanierungsbedürftige Bauwerke entlang der Bahntrasse werden mit Fördermitteln saniert und künftig von der SSG instand gehalten.
Die SWEG Schienenwege GmbH (SSG) verantwortet die Planung für die zukünftige Nutzung der Panoramabahn im Stuttgarter Stadtgebiet. Die rund 15 Kilometer lange Strecke ist heute Teil der Gäubahn und führt vom Stuttgarter Hauptbahnhof über Stuttgart-Vaihingen in Richtung Böblingen. Mit der Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens soll die Panoramabahn künftig eine neue Rolle im regionalen Schienenverkehr übernehmen.
Aktuell erarbeitet die SSG gemeinsam mit ihren Planungspartnern die Grundlagen für die zukünftige Infrastruktur. Dabei werden unter anderem Gleisanlagen, Ingenieurbauwerke, Stationen, Oberleitungsanlagen sowie Leit- und Sicherungstechnik untersucht und die Anforderungen an den künftigen Betrieb berücksichtigt. Parallel erfolgen die notwendigen umwelt- und genehmigungsrechtlichen Untersuchungen.
Ziel ist es, die bestehende Strecke für eine langfristige und leistungsfähige Nutzung weiterzuentwickeln. Dazu sollen vorhandene Anlagen bedarfsgerecht erneuert und modernisiert sowie die technischen Voraussetzungen für einen modernen, nachhaltigen Eisenbahnbetrieb geschaffen werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die zukünftige Ausrüstung der Strecke mit moderner digitaler Leit- und Sicherungstechnik mit Schnittstellen zum Digitalen Knoten Stuttgart der Deutschen Bahn AG.
Die besondere Herausforderung der Panoramabahn liegt in ihrer Lage im dicht bebauten Stuttgarter Stadtgebiet und den zahlreichen Schnittstellen zu bestehender und geplanter Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig bietet die Weiternutzung der vorhandenen Bahntrasse die Chance, bestehende Infrastruktur nachhaltig zu nutzen und langfristig zusätzliche Möglichkeiten für den Schienenverkehr in der Region Stuttgart zu schaffen.
Das Projektbüro Stuttgart steuert die Planung im Auftrag der Projektpartner und koordiniert dabei die beteiligten Fachplaner, Gutachter, und Behörden. Ziel ist es, die Panoramabahn schrittweise von der heutigen Bestandsstrecke zu einer zukunftsfähigen Eisenbahninfrastruktur im Einklang mit ihren Nachbarprojekten weiterzuentwickeln.
